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Elternzeit

Ist die Mutterschutzfrist (acht vor bzw. zwölf Wochen nach der Geburt) abgelaufen, haben berufstätige Eltern einen gesetzlich festgelegten Anspruch auf eine so genannte Elternzeit (früher Erziehungsurlaub).

Elternzeit

  • kann von Eltern jeweils allein oder gemeinsam genommen werden. Die Elternzeitansprüche der Eltern werden unabhängig voneinander behandelt;
  • kann seit 01.01.2004 auch von Vollzeit-Pflegeeltern in Anspruch genommen werden;
  • beginnt frühestens mit der Geburt des Kindes, wenn der Vater sie nimmt, nach dem Ende der Mutterschutzfrist, wenn die Mutter sie nimmt;
  • beträgt für jedes Kind drei Jahre und endet grundsätzlich mit der Vollendung des dritten Lebensjahres;
  • kann auf bis zu vier Zeitabschnitte verteilt werden. Jeder Elternteil kann seine Elternzeit in bis zu zwei Abschnitte aufteilen, die letzten zwölf Monate können grundsätzlich mit Zustimmung des Arbeitgebers über das dritte Lebensjahr des Kindes hinaus bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes genommen werden. Den Eltern stehen im Hinblick auf die Übertragung bis zur Vollendung des achten Lebensjahres auch bei kurzer Geburtenfolge für jedes Kind drei Jahre Elternzeit zu;
  • kann direkt an die Geburt des Kindes beziehungsweise an die Mutterschutzfrist anschließen. Sie muss dann allerdings sechs Wochen, sonst spätestens acht Wochen vor ihrem Beginn vom Arbeitgeber verlangt werden.

Während der gesamten Elternzeit besteht der volle Kündigungsschutz, das Arbeitsverhältnis bleibt also bestehen.

Während der Elternzeit kann beim bisherigen, mit dessen Zustimmung auch bei einem anderen, Arbeitgeber eine Teilzeitbeschäftigung von bis zu 30 Stunden wöchentlich ausgeübt werden. Der Arbeitgeber kann sein Einverständnis nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen.

Im Antrag auf Verringerung der Arbeitszeit soll die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angegeben werden (bessere Planbarkeit).

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht während der Elternzeit ein gesetzlicher Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz beim bisherigen Arbeitgeber. Das heißt, dass

  • der Arbeitgeber (unabhängig von der Anzahl der Personen in der Berufsbildung) in der Regel mehr als 15 Personen beschäftigt;
  • das Arbeitsverhältnis der Arbeitnehmers ohne Unterbrechung länger als sechs Monate in demselben Betrieb oder Unternehmen besteht;
  • dem Anspruch keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen;
  • der Anspruch dem Arbeitgeber acht Wochen vorher mitgeteilt werden musste;
  • die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit mindestens für drei Monate auf einen Umfang zwischen fünfzehn und dreißig Stunden herabgesetzt wird.

Informationen zum Thema Elternzeit bekommen Sie beim Amt für Versorgung und Familienförderung www.zbfs.bayern.de.