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Schülermitverantwortung / SMV

In den weiterführenden Schulen – Mittelschule, Realschule, Gymnasium gibt es eine Schülermitverantwortung (SMV), die eine Vertretung der Schülerschaft gegenüber Lehrern, Direktoren und Eltern ist.

Die Schülermitverantwortung (SMV) ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Schulleitung, Lehrern und Schülern. In jeder einzelnen Klasse werden Klassensprecher gewählt, welche wiederum Schülersprecher wählen.

Die Schülervertretung hat das Recht auf Information seitens der Schulleitung in allen sie betreffenden Angelegenheiten. Sie übermittelt Wünsche und Anregungen der Schüler an die Lehrer und die Schulleitung. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen oder die Mithilfe bei der Lösung von Konfliktfällen.

Die Möglichkeit zur Mitbestimmung an der Schule ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung eines guten Schulklimas. Schüler haben mit der SMV eine Anlaufstelle, an die sie sich wenden können.

Was heißt Schülermitverantwortung?
Die Einrichtungen der Schülervertretung
Klassensprecher
Schülersprecher
Verbindungslehrkraft
Schülerzeitung
Was machen Tutoren?

Was heißt Schülermitverantwortung?

Die Schülermitverantwortung (SMV) ist die Vertretung der Schüler an der Schule.

In die von der SMV gebildeten Arbeitsgruppen können alle Schüler gewählt werden. Jede Arbeitsgruppe soll eine beratende Lehrkraft wählen.

Die SMV ist nicht nur für die Nöte und Sorgen der Schüler da, sie ist auch an Aktionen oder Feiern (Konzerte, Schülercafé, etc.) beteiligt, die den Schulalltag beleben.

Schülermitverantwortung heißt nicht nur, sich gegenüber der Schule zu behaupten, sondern den Schulalltag mit zu gestalten. Und dazu werden SchülerInnen gebraucht, die bereit sind, sich zu engagieren.

Eine Aufgabe bei der SMV zu übernehmen, bedeutet: Zeit zu investieren, für andere einzutreten, sich durchzusetzen, Gegenargumente zu verstehen und diskutieren zu lernen.

Nicht jeder Schüler ist dazu bereit. Und nicht alle Eltern sind begeistert, wenn sie hören, dass ihr Kind dafür viel Zeit aufwendet. Doch werden hier viele Fertigkeiten gelernt und Stärken zu Tage gebracht, die auch im späteren Leben wichtig sind.

Gelingt es, die SchülerInnen für diese Aufgabe zu begeistern, entwickeln sie oft innovative, kreative Ideen. Der Freiraum dazu muss freilich von der Schulleitung gegeben werden. Das bedeutet, die Anliegen von Schülern und Schülerinnen ernsthaft zu prüfen. Auch wenn manche Ideen den Alltagsbetrieb in der Schule scheinbar stören, sind sie oft dem Schulklima sehr zuträglich.

Schülermitverantwortung bedeutet auch, Schüler und Schülerinnen tatsächlich in die Verantwortung zu nehmen. In einem harmonischen Miteinander aller am Schulbetrieb Beteiligten liegt eine große Chance. Ein gutes Schulklima wirkt sich auf jeden einzelnen Schüler aus.

Die Einrichtungen der Schülermitverantwortung

Die Aufgaben der Schülermitverantwortung werden insbesondere durch folgende Einrichtungen der Schülervertretung wahrgenommen:

  • Klassensprecher und ihre Stellvertreter - werden in der Klasse gewählt;
  • Klassensprecherversammlung - Klassensprecher, ihre Stellvertreter und Schülersprecher;
  • Erster, zweiter und dritter Schülersprecher - von Klassensprechern und ihren Stellvertretern gewählt;
  • Schülerausschuss - durch die drei Schülersprecher gebildet;
  • Sind die Schüler nicht in Klassen zusammengefasst, übernimmt der Jahrgangsstufensprecher oder Kurssprecher die Aufgaben des Klassensprechers.

Klassensprecher

Jede Klasse wählt in den ersten vier Wochen nach Schulbeginn einen Klassensprecher oder eine Klassensprecherin.

Klassensprecher haben die Aufgabe, Wünsche oder Kritik an die Lehrkräfte heranzutragen. Sie können bei Lehrer- Schüler-Konflikten helfen. Oft sind sie an der Organisation von Klassenfeiern beteiligt.

Außerdem dienen sie als Bindeglied zwischen SMV (Schülermitverantwortung) und der Klasse. Sie wählen die Schülersprecher und den Verbindungslehrer. Wünsche der Klasse werden von ihnen in die Klassensprecherversammlung eingebracht.

Sie informieren die Klasse, nehmen an Klassensprecherkonferenzen und Klassensprecherseminaren teil.

Natürlich müssen Klassensprecher nicht alles alleine machen. So ist beispielsweise das Einsammeln von Geld oder eine Aufsichtsfunktion nicht immer beliebt. Die Mitschüler können aber nicht alle unangenehmen Aufgaben auf die Klassensprecher abwälzen. Bei vielen Dingen ist die Mithilfe der anderen Schüler nicht nur gewünscht, sondern notwendig.

Schülersprecher

Die Schülersprecher werden von den Klassensprechern und ihren Stellvertretern für ein Schuljahr gewählt.

Sie müssen selbst nicht Klassensprecher oder Stellvertreter sein.

Sie vertreten die Rechte der Schüler im Schulforum, gegenüber der Schulleitung und den Lehrern.

Verbindungslehrkraft

Um den Kontakt zwischen Schulleitung, Lehrkräften und den Schülern zu verbessern, kann eine Verbindungslehrkraft durch Klassensprecher und ihre Stellvertreter gewählt werden.

Schülerzeitung

Die Schülerzeitung ist eine Einrichtung der Schule im Rahmen der Schülermitverantwortung. In ihr machen die Schüler vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch.

Der Schulleiter kann jedoch die Herausgabe einzelner Ausgaben der Schülerzeitung ablehnen und die Verbreitung untersagen, soweit deren Inhalt gegen Rechtsvorschriften verstößt oder das Recht der persönlichen Ehre verletzt. Der Schulleiter muss in diesem Fall seine Entscheidung innerhalb einer Woche schriftlich begründen.

Die Mitarbeit an der Schülerzeitung ist eine gute Gelegenheit für Schüler, ihre Ansichten und Einsichten über die Schule zu verbreiten. Gleichzeitig werden Fertigkeiten wie Recherchieren, Schreiben, Interviewen etc. geschult.

Für Lehrer und Eltern ist die Schülerzeitung ein gutes Mittel, Informationen über das Schulleben und die Stimmung an der Schule ihres Kindes zu erhalten.

Was machen Tutoren?

Tutoren sind Schüler höherer Klassen, die jüngeren Schülern beim Eingewöhnen in der neuen Schule helfen. Sie stehen insbesondere während der ersten Phase beim Übertritt in eine weiterführende Schule mit Rat und Tat zur Seite.

Häufig organisieren sie auch Freizeitangebote wie Kinobesuche, Schwimmen oder sogar ein gemeinsames Wochenende, um das Kennenlernen der neuen Schüler zu unterstützen. Aber auch auf dem Pausenhof sind sie für die jüngeren Schüler ansprechbereit.

Nicht nur die jüngeren Schüler, auch die Tutoren profitieren von der Mithilfe: Sie erhalten durch ihr soziales Engagement Anerkennung.

Möchte sich Ihr Kind als Tutor engagieren, unterstützen Sie es in diesem Wunsch.