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Pucken

Das Pucken ist eine Technik, mit der Babys in den ersten Lebenswochen und –monaten fest in ein Tuch oder eine Decke eingewickelt werden.

Pucken soll einerseits beruhigen, weil das Baby zurückversetzt wird in die Enge, die es vor allem in den letzten Wochen der Schwangerschaft im Mutterleib gespürt hat. Ein unruhiges, häufig schreiendes Baby kann durch das Sicherheitsgefühl und die Geborgenheit, an die es durch das Pucken erinnert wird, ruhiger werden.

Zum anderen soll durch die Fixierung der Gliedmaßen an den Körper der sogenannte "Moro-Reflex" abgeschwächt werden. Dieser ist angeboren und sorgt dafür, dass das Baby bei plötzlichen Geräuschen und Erschütterungen ruckartig die Arme und Beine ausbreitet. Gerade während des Schlafs kann dieser Reflex dazu führen, dass das Baby in seiner Ruhephase gestört wird und aufwacht.

Die Methode des Puckens ist allerdings unter Fachleuten, vor allem Kinderärzten, umstritten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat 2012 zum Pucken Stellung bezogen und rät von der Wickeltechnik ab. Das Risiko für eine Hüftfehlstellung würde durch das Pucken steigen, außerdem könnten durch zu festes Pucken Nerven abgeklemmt und die Atmung des Babys beeinträchtigt werden.

Zusätzlich weisen die Kinderärzte darauf hin, dass die Babys durch das Pucken möglicherweise zu lange und zu oft auf dem Rücken liegen und dadurch eine Abplattung des Hinterkopfes droht.

Wenn Sie sich für das Pucken interessieren, lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme beraten.