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Das erste Lebensjahr

Das erste Lebensjahr eines Kindes ist erfüllt von aufregenden Ereignissen, von unendlich viel Freude am Kind und seiner Entwicklung. Die Familie fiebert mit bei den ersten Greifbewegungen, bei den ersten Versuchen sich zu drehen, bei den ersten Robb- oder Krabbelversuchen. Bei den ersten Zähnchen leiden die Eltern mit, die ersten kleinen Verletzungen werden verarztet und die ersten Tränen getrocknet. Am Ende des ersten Lebensjahres können viele Kinder ein paar Schrittchen gehen und es ist kaum mehr vorstellbar, dass dieser kleine Mensch schon so groß und selbständig ist. Um den ersten Geburtstag herum denken vor allem Mütter zurück an die Schwangerschaft, an die Geburt und an die Zeit danach. Wie sehr sich doch alles verändert hat! Vor noch nicht allzu langer Zeit war dieses kleine Wesen noch vollkommen hilflos und voll und ganz angewiesen auf die Eltern, die sich Tag und Nacht um das Neugeborene kümmerten.

Diese Zeit ist nicht nur schön, sondern auch sehr anstrengend, und besteht auch aus durchwachten Nächten, Müdigkeit und Erschöpfung, zeitweise auch einmal aus Frust und Wut, aus Konflikten mit dem Partner, den eigenen Eltern und mit sich selbst. Mache ich alles richtig? Was kann ich tun, damit es meinem Kind gut geht? Solche Fragen stellen sich immer wieder, und immer wieder sind Eltern mit wichtigen Entscheidungen konfrontiert. Soll ich mein Kind impfen lassen? Wie füttere ich am besten zu? Welche Nahrung ist die Beste für mein Kind? Von heute auf morgen trägt ein Paar die Verantwortung für ein neues Leben. Auch das Kind hat in der ersten Zeit einiges mitgemacht, es wurde geboren, heraus aus der Wärme, hinein in ungewohnte Kälte, es hat keine Begrenzungen mehr um sich, es verspürt Hunger oder Bauchschmerzen. Das Kind braucht genauso Zeit wie seine Eltern, um sich an sein neues Leben zu gewöhnen.

Das zeitweilige Gefühl der Eltern, in der ersten Zeit überfordert zu sein, ist nicht ungewöhnlich, denn so niedlich das Baby ist, wenn es schläft, so nervenaufreibend kann es sein, wenn es manchmal stundenlang schreit und die Eltern hilflos daneben stehen. Zudem hat es sehr viel häufiger Hunger als ein Erwachsener und möchte regelmäßig gefüttert und gewickelt werden - tags wie nachts. Egal ob Mama und Papa sehr müde sind. Solche Zeiten rufen oft Gefühle hervor, die wenig mit dem strahlenden Glück zu tun haben, das werdende Eltern sich mit der Geburt ihres Kindes erträumt haben. In dieser Situation sollten Sie daran denken, dass Sie sicherlich nicht die einzigen Eltern sind, die sich in dieser Lage befinden. Suchen Sie als Mutter Kontakt zu anderen Müttern, zum Beispiel in Mutter-Kind-Treffs. Es gibt Einrichtungen, die solche offenen Gruppen anbieten. Außerdem können Sie sich noch Informationen in Büchern und Ratgebern holen.

Am Ende des ersten Lebensjahres werden Sie trotz aller anfänglichen Anstrengungen mit Wehmut an die ersten Monate zurückdenken und Ihr Kind jetzt voller Stolz betrachten. Und vielleicht denken Sie ja irgendwann über ein Geschwisterchen nach?