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Die ersten Entwicklungsschritte

Lange hat man geglaubt, dass ein Baby in den ersten Monaten seines Lebens nur schreit, isst und schläft. Ansonsten würde es nichts davon merken, was um es herum geschieht. Inzwischen weiß man: Die "dummen Monate", die gibt es nicht. Babys sind klug. Es ist enorm, was sie bereits in den ersten Momenten ihres Lebens lernen.

Natürlich, ein Neugeborenes ist anders, sehr anders als ein "ausgewachsener" Mensch. Seine Entwicklungsstufe unterscheidet sich von der eines Kleinkinds, eines Jugendlichen, eines Erwachsenen. Dennoch, es ist reich an Fähigkeiten.

Die Sinne eines Neugeborenen arbeiten von Anfang an. Von Beginn an ist das Baby neugierig und darauf aus, seine Umwelt zu begreifen. Noch ist es völlig hilflos. Ihr Baby ist absolut darauf angewiesen, von Ihnen versorgt zu werden, und zwar in jeder Hinsicht. Es muss gefüttert werden. Es will und muss seine Eltern körperlich spüren. Es will und muss von ihnen in den Arm genommen und liebkost werden. Es will und muss Anregungen bekommen, die es ihm ermöglichen, seine Umwelt zu entdecken.

Tragen Sie Ihr Kind herum. Sagen oder singen Sie ihm Kinderreime vor. Sprechen Sie mit ihm, erzählen Sie ihm viel. Schauen Sie mit ihm Bilderbücher an. Lassen Sie es Dinge betrachten und berühren. Babys lieben Bewegung. Am liebsten an der frischen Luft. Gehen Sie mit ihm zum Schwimmen. Sie werden staunen, mit welcher Lust Ihr Baby im Wasser plantscht.

Die Zuwendung, die Sie Ihrem Kind geben, unterstützt seine körperliche, geistige, seelische Entwicklung entscheidend. Ihr Kind braucht Nahrung. Nicht nur für den Körper, auch für Geist und Seele.

Verläuft die Entwicklung des Kindes bei allen gleich?
Das erste Vierteljahr
Das zweite Vierteljahr
Das dritte Vierteljahr
Das vierte Vierteljahr
Ist es nötig, einem Baby Grenzen zu setzen?
Haben Babys eine Sprache?
Haben Babys einen eigenen Willen?

Verläuft die Entwicklung des Kindes bei allen gleich?

Der Weg vom Baby zum Erwachsenen ist von Kind zu Kind sehr verschieden. Und doch gibt es bestimmte Anhaltspunkte, die - als grobe Richtlinie - eine normale Entwicklung beschreiben.

Zeigt ein Kind Abweichungen davon, ist das in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Sind Sie deswegen aber beunruhigt, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat. Wahrscheinlich kann sie bzw. er Ihnen Ihre Sorgen nehmen.

Kurze Zeit nach seiner Geburt wird Ihr Kind für Sie unverwechselbar sein. Es ist in der Tat einzigartig. Diese Einzigartigkeit zeigt sich zum Beispiel auch darin, in welchem Tempo es sich entwickelt. Entwicklungsschritte, die es auf seinem Weg zum Erwachsenen hin durchlaufen muss, vollzieht jedes Kind in einem ihm eigenen Zeitraum.

Jedes Kind lernt zu lächeln, entdeckt seine Hände, entwickelt Vorlieben und Abneigungen. Schließlich möchte jedes Kind das können, was die Großen machen. Es sind Entwicklungsschritte, die das erste Lebensjahr kennzeichnen. Und doch wird jedes Kind auf eine ihm eigene Art diese Fähigkeiten entwickeln.

Das erste Vierteljahr

So habe ich mir das nicht vorgestellt, werden manche Eltern denken. Das Baby ein Wonneproppen, der gefüttert, geherzt und geküsst werden will, der viel schläft. Das ja. Aber ein Baby, das spuckt und schreit, das seine Eltern Tag und Nacht auf Trab hält? Kein Durchschlafen mehr für sie, kein ruhiges Frühstück. Nicht mal das tägliche Duschen ist mehr gewährleistet.

Sie fragen sich, ob das normal ist, dass Ihr Baby so viel schreit, so wenig schlafen will. Was hat diese Wirklichkeit mit den Wünschen zu tun, die während der ganzen Schwangerschaft die Freude auf das Kind nährten?

Das neue Leben mit Baby ist tatsächlich nicht immer leicht. Und doch, wenn Sie erleben, wie es sich täglich weiterentwickelt, werden Sie für viele Anstrengungen entschädigt. Wenn Ihr Baby Sie das erste Mal anlächelt, wenn es vor Freude gluckst bei Ihrem Anblick - das sind Augenblicke, die Sie nicht vergessen werden.

Es ist eine Menge, was das Kind bereits im ersten Lebensjahr lernen muss.

Und Sie werden sich wundern, wie schnell das geht. Die Sinne eines Babys arbeiten von Geburt an. Es erkennt Sie, seine Eltern, sehr früh an Ihrem Geruch. Es kann Ihre Stimme von der fremder Menschen unterscheiden.

Sein erstes Lächeln wird Ihnen Ihr Kind frühestens ab der sechsten Woche schenken. Mit ungefähr drei Monaten kann es zwischen vertrauten und fremden Gesichtern unterscheiden. Dann wird es seine Eltern bereitwilliger und fröhlicher anlächeln als fremde Personen. Das Lächeln des Kindes entwickelt sich schließlich zu einem Erkennungszeichen für sein Wohlbefinden. Es strahlt, wenn es ihm gut geht, wenn es sich freut.

In den ersten beiden Monaten lernt das Baby, Gegenstände und Gesichter mit den Augen festzuhalten. Jetzt reagiert es aufmerksam auf beides. Bewegen Sie etwas in seinem Gesichtsfeld, folgt es mit den Augen.

Mit dem Ende des ersten Vierteljahrs funktionieren Babys Sinnesorgane immer besser. Allmählich erkennt es auch etwas weiter entfernte Gegenstände. Geräusche kann es genauer unterscheiden. So horcht es auf eine Rassel oder eine Spieluhr. Normale Hintergrundgeräusche erwecken dagegen kaum seine Aufmerksamkeit.

Insgesamt wird das Baby immer wacher und lebhafter. Es strampelt mit den Beinen, rudert mit den Armen, wedelt mit seinen Händchen. Die hat es ungefähr am Ende des zweiten Monats entdeckt. Noch sind sie sein Spielzeug. Stundenlang kann das Baby sie betrachten, in den Mund stecken, an den Fingerchen ziehen, sie biegen. Dabei gibt es Laute des Behagens von sich.

Ihr Baby ist für Sie, seine Eltern, zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit geworden.

Das zweite Vierteljahr

Ab etwa dem vierten Lebensmonat beginnt das Baby, sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. In dieser Lage fängt es an, nach den Dingen zu greifen, die vielleicht über seinem Bettchen aufgehängt sind.

Es kann den Kopf schon kurz anheben. Ziehen Sie es zum Sitzen hoch, kann es den Kopf aktiv nach vorne mitziehen. In dieser Position kann es ihn dann auch gut halten.

Das Baby erforscht seine Umwelt mit einer ungeheuren Neugier. Es will am Familienleben teilhaben. Legen Sie es im Wohnzimmer auf eine Decke. Sie werden sehen, mit welcher Lust Ihr Baby alles Geschehen um sich herum beobachtet.

Alles, was ihm in die Hände kommt, wird in den Mund gesteckt. Lassen Sie das zu, soweit das möglich ist! Auf diese Weise lernt Ihr Kind Gegenstände richtig kennen. Wirklich schmutzige, unappetitliche Dinge muss es natürlich nicht unbedingt ablecken. Auch Gegenstände, die mit giftiger Farbe lackiert sind, dürfen nicht in Babys Mund landen.

Mit den Händen wird jetzt nicht mehr nur gespielt. Das Baby setzt sie ein, um bestimmte Gegenstände, auch weiter entfernt liegende, zu greifen. Ab etwa dem sechsten Monat werden diese von einer Hand in die andere gegeben.

Allmählich lernt das Kind, bekannte von unbekannten Personen zu unterscheiden. Sie können das daran erkennen, dass Ihr Baby Eltern und Geschwister freudig begrüßt. Es lächelt und strampelt wild, wenn es Sie, den Bruder oder die Schwester sieht. Fremden gegenüber ist es dagegen zurückhaltend. Bekannten Personen, die es immer umgeben und für es sorgen, begegnet das Baby dagegen voll Vertrauen.

In die Zeit des sechsten Lebensmonats fällt in den meisten Fällen die Umstellung von flüssiger auf feste Nahrung. Nun kann es bei einigen Kindern auch schon zum Durchbruch der unteren, mittleren Schneidezähne kommen. Das ist nicht immer leicht durchzustehen. Weder für das Kind, noch für die Eltern. Das Zahnen kann in manchen Fällen schmerzhaft sein. Da brauchen Sie mehr Geduld als sonst mit Ihrem Kind. Sie werden aber begeistert sein, wenn Ihr Baby Sie anlacht und Ihnen seine beiden ersten Zähnchen zeigt.

Das dritte Vierteljahr

Die Fähigkeit, zwischen bekannten und unbekannten Personen unterscheiden zu können, führt jetzt dazu, dass Ihr Kind anfängt zu "fremdeln". Besuch wird nicht mehr angelächelt. Im Gegenteil: Ihr Kind fängt vielleicht sogar an zu weinen, wenn sich ihm Unbekannte nähern. Vor allem dann, wenn Mutter oder Vater nicht in unmittelbarer Nähe sind. Es kann sogar geschehen, dass es die Großeltern, die es nicht so häufig sieht, nicht mehr erkennt. Das kann für diese eine große Enttäuschung sein. Ihr Enkelkind weint, wenn es sie sieht, anstatt zu strampeln und freudig zu gurgeln.

Sorgen müssen Sie sich deshalb allerdings nicht. Zwischen dem sechsten und achten Monat ist das "Fremdeln" Ihres Babys normal. Sie können das sogar als einen Fortschritt in seiner Entwicklung betrachten.

Mit allen Mitteln versucht das Baby jetzt, sich auf irgendeine Weise fortzubewegen. Es wird körperlich immer stabiler. Und so robbt es vorwärts oder rückwärts. Es stützt sich auf alle Viere, um irgendwie weiterzukommen. Es rollt sich durch das ganze Zimmer. Denn es will alles erreichen, was es sieht.

Das ist nicht wenig. Denn die Sehschärfe des Kindes wird immer besser. Entfernt liegende Gegenstände erblickt es leicht. Nichts ist mehr vor ihm sicher. Alles möchte es ergattern. Es greift zielsicher nach dem, was es haben möchte. Und es will alles haben, was es in Ihrer Hand sieht. Jedes Ding wird ihm zum Spielzeug.

Auf welche Entdeckungsreise sich Ihr Kind aber auch begibt, noch will es immer wieder zu Ihnen zurückkehren. Es schmust kurz mit Ihnen und schon geht es wieder los. Diese Rückversicherung, dass Sie da sind, braucht es. Die Welt ist groß und noch sehr unbekannt. Das Gefühl, dass seine Eltern, die es vielleicht mit einem aufmunternden Blick begleiten, in der Nähe sind, gibt Ihrem Baby auf seinen Forschungsreisen Sicherheit.

Dass es nicht immer ohne Lärm abgehen kann, ist natürlich. Denn Babys lieben es, Geräusche zu machen. Ausdauernd schlagen sie mit dem eben gefundenen Löffel auf den Tisch. Auch wenn es Sie nervt, Ihr Kind freut sich daran. Ganz gewiss will es Sie damit nicht ärgern! Ein Baby tut einfach ganz selbstverständlich das, was ihm Spaß macht. Wenn Sie es nicht mehr aushalten, geben Sie ihm etwas anderes in die Hand.

Das sollte aber nichts sein, was Ihnen lieb und teuer ist. Denn alles, was in die neugierigen Babyfinger kommt, wird nicht nur angefasst. Es wird daran gezerrt und gezogen. Es wird, soweit das möglich ist, auch zerlegt. Das ist nötig für Ihr Baby, um die Welt kennenzulernen. Es muss eine Sache zuerst erfühlen, betasten, vielleicht auseinander nehmen, bevor es sie verstehen kann. Dabei werden Untersuchungen über den Mund um den sechsten Monat herum seltener.

Das kann eine unglaublich anstrengende Zeit für Eltern sein. Immer aufpassen müssen, dass vorwitzige Babyhändchen nichts in die Hand bekommen, was zerbrechlich ist oder gar gefährlich werden könnte. Leichter wird dies, wenn Sie dafür sorgen, dass die Umgebung, in der Ihr Kind auf Entdeckungsreise geht, sicher ist. Ihr Baby hält Sie auch so noch genügend auf Trab. Und das nimmt in den folgenden Monaten noch zu. 

Das vierte Vierteljahr

Der Tatendrang Ihres Kindes ist nicht zu bremsen. Seine Wissbegierde treibt es an. Die Bodenvase hat es längst umgestoßen, ehe Sie sie in Sicherheit bringen konnten. Das Glas auf dem Tisch wird als Nächstes anvisiert. Auch die Küche lockt. In der Ecke steht ein Korb mit Flaschen. Wie wunderbar, wenn man sie herausziehen kann.

Der Bewegungsradius Ihres Kindes hat sich enorm erweitert. Etwa ab dem zehnten Monat krabbelt es überall hin, wenn ihm nicht ein Hindernis den Weg versperrt. Offene Türen laden das Baby ein, andere Räume zu besuchen. Auch hier stellt seine Entdeckungslust alles auf den Kopf. Mit seinen klebrigen Händchen hinterlässt es Spuren auf dem hellen Sofa. Mit seiner Rassel zerkratzt es das Parkett.

Noch schöner wird es für Ihr Baby, wenn es sich aufrichten kann. Die Welt wird atemberaubend. Viele interessante Dinge geraten in sein Blickfeld, die es noch nicht kennt. Jetzt lässt sich noch mehr erreichen. Tischdecken lassen sich herunterziehen. Wenn Geschirr draufsteht, umso schöner. Ein herrliches Geräusch, wenn es zu Boden geht. Und Sie sind außer Atem.

Solche Situationen können Sie nur vermeiden, wenn Sie vorausdenken. Dazu gehört viel Disziplin. Immer alles, was man gerade benutzt hat, sofort kindersicher wieder wegräumen. Zigaretten, Messer, Scheren, Streichhölzer - nichts darf vergessen werden. Alles kann für Ihr neugieriges Kind gefährlich werden. Das ist anstrengend. Wenn Sie sich und Ihrem Kind Stress ersparen wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Wohnung kindersicher zu gestalten.

Manche Kinder unternehmen zum Ende des ersten Lebensjahrs hin schließlich erste Gehversuche. Da kann das Leben für Sie noch aufregender werden. Jetzt gilt es auch noch, an Babys Kletterlust zu denken. Beulen, Schürfwunden, Stürze, kleine Unfälle sind jetzt nicht selten das Ergebnis seiner Unternehmungslust.

Dazu kommt, dass Ihr Baby wahrscheinlich inzwischen auch gelernt hat, dass viele Dinge ein Innenleben haben. Schubladen, Schränke, Dosen, alles wird von ihm mit Hingabe ausgeräumt. Zurückräumen möchte es dagegen nichts. Das bleibt ihnen überlassen.

Und nicht nur das. Seine Neugier überfällt Ihr Baby auch beim Essen. Es bohrt seinen Finger durch den Jogurtdeckel, zerpflückt sein Brot, zerdrückt den Apfelschnitz. Denken Sie immer daran, dass es nicht ungezogen ist, weil es mit Lebensmitteln "spielt". Es ist sein Forschungsdrang, der es antreibt. Der ist in diesem Alter noch unbegrenzt. Auf diese Weise lernt es schließlich die Welt kennen.

Ein Meilenstein in der Entwicklung - von manchen Eltern heiß erwartet: die ersten freien Schritte. Manche Babys machen sie um den 12. Monat herum. Das heißt für Sie nicht, dass Ihr Leben jetzt weniger anstrengend wird. Ihr Kind bewegt sich nämlich nicht immer in die von Ihnen gewünschte Richtung. Im Gegenteil. Und so sieht man Eltern nicht selten aufgeregt und schwitzend hinter ihrem Kleinkind herrennen, um es einzufangen.

Ganz andere Dinge werden nun für Ihr Kind erreichbar. Ihr Kind, das jetzt - am Ende seines ersten Lebensjahrs - nicht mehr zu den Babys, sondern zu den Kleinkindern gehört.

Ist es nötig, einem Baby Grenzen zu setzen?

Die größere Bewegungsfreiheit, die ein Kind in dem Moment erreicht, in dem es sich vorwärts robben, rollen, krabbeln kann, macht es nötig, ihm Grenzen zu setzen. Die schränken es nicht nur ein. Sie helfen ihm, sich zurechtzufinden. Außerdem kann so unter Umständen vermieden werden, dass es in eine gefährliche Situation gerät.

Wenn Sie Grenzen setzen, sollten Sie allerdings einige Dinge besonders beachten:

  • Sie machen es sich und Ihrem Kind leichter, wenn es nur wenige "Neins" gibt.
  • Achten Sie darauf, dass Sie bei einem einmal ausgesprochenen "Nein" bleiben. Es sei denn, Sie merken, dass es falsch war.
  • Begründen Sie Ihr "Nein" möglichst immer mit den gleichen Worten; erst so wird es für Ihr Kind glaubhaft. Schütteln Sie dabei den Kopf und runzeln die Stirn, wird Ihr Kind bemerken, dass Sie es sehr ernst meinen.

Durch Ihr oft und geduldig wiederholtes "Nein" wird Ihr Baby allmählich lernen, dass bestimmte Dinge nicht erlaubt sind. Das ist mühsame Arbeit. Für beide, für Eltern und Kind. 

Haben Babys eine Sprache?

Auch Babys nehmen über "Sprache" Kontakt zu ihrer Umwelt auf. Kontakt, der für ihre geistige, körperliche und seelische Entwicklung lebensnotwendig ist.

Weinen, Schreien, Juchzen, sein Saugverhalten, das ist zunächst die "Sprache" Ihres Kindes. Mit diesen Äußerungen sagt es Ihnen, was es will, braucht oder was ihm ge- und missfällt. Bis es die Ihnen geläufige Sprache gelernt hat, muss noch einige Zeit vergehen.

Die Sprachentwicklung Ihres Babys beginnt mit dem ersten Tag seines Lebens. Wie bei allen anderen Entwicklungsschritten gilt natürlich auch hier, dass Ihr Kind in einem ihm gemäßen Tempo lernt. Es gibt Kinder, die sprechen mit elf Monaten die ersten Worte, andere mit drei Jahren.

Wenn Sie an der Sprachentwicklung Ihres Kindes irgendetwas beunruhigt, beraten Sie sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Sparen Sie sich aber Vergleiche mit gleichaltrigen Kindern. Damit beunruhigen Sie sich nur unnötigerweise. 

Haben Babys einen eigenen Willen?

Auch Babys haben schon einen eigenen Willen. Von Anfang an.

Für Sie wird das spätestens dann deutlich, wenn Ihr Kind sich von Ihnen wegbewegen kann. Sie möchten es vielleicht füttern oder wickeln. Ihr Baby hat anderes im Sinn. Es macht eine Kehrtwendung und krabbelt von Ihnen weg. Sie finden, es müsste ein Stück Obst essen. Ihr Baby möchte aber nicht. Es schiebt Ihre Hand weg, die ihm einen Apfelschnitz anbietet. Kurz darauf sieht Ihr Kind Sie ein Brot essen. Das möchte es auch haben.

Sie sehen, dass dieses kleine Wesen weiß, was es will. Und das muss nicht mit Ihren Wünschen übereinstimmen. Wägen Sie in solchen Situationen ab, ob es nötig ist, dass Sie sich durchsetzen oder ob Sie Ihrem Kind seinen Willen lassen können. So kann es lernen, dass es Dinge gibt, die es einfach tun muss, dass es andererseits aber auch in seinem Bedürfnis respektiert wird.